Weiblicher Sim steht vor einer Bücherwand und tippt etwas ins Handy.
Social Media Labyrinth

Regt die Harry Potter Literaturreihe zum Bücher lesen an?

Ich bin relativ viel in den sozialen Medien wie Facebook, MeWe, Instagram und Pinterest unterwegs. Mein Mann nannte mich letztens schon einmal Social Media affin. Das ist so nicht ganz richtig. Ich nutze diese Plattformen in erster Linie, um meine Bücher vorzustellen und mich als Selfpublisherin zu präsentieren. So langsam entwickele ich auch eine Art Social Media Konzept, halte mich aber nicht buchstabengetreu daran. Es muss in den Massenmedien auch Raum für Individualität geben, finde ich.
Beim Wandern durch Instagram ist mir ein Phänomen aufgefallen und seitdem frage ich mich: Regt die Harry Potter Literaturreihe zum Bücher lesen an?

Rätselhafte Begriffe wie Slytherin, Hufflepuff, Ravenclaw und Gryffindor auf Instagram

Diese sehe ich recht häufig, wenn ich auf Instagram auf die Suche nach buchinteressierten Menschen, also nach Bookstagrammern bin. Dazu finden sich meist lustige, kleine Icons im Profil und oft weiß ich gar nicht, was diese Icons symbolisieren sollen. Wobei manche ja selbst erklärend sind, wie beispielsweise Bücherstapel.

Ich nutze mein Handy nur zum Fotografieren von selbst gekochtem, leckeren Essen für meinen Kochblog. Außerdem lese ich damit E-Books oder höre Audiobooks. Instagram habe ich noch nie damit aufgerufen. Dort ist es auch nicht installiert. Ich habe also nicht die geringste Ahnung, wie man die Minibildchen in die Profilbeschreibung bei Instagram einfügen könnte.

Was Slytherin, Hufflepuff, Ravenclaw und Gryffindor sind, habe ich mir mittlerweile selbst zusammengereimt. Das hat was mit den Harry Potter Büchern zu tun und diese Instagram-Nutzer fühlen sich einem bestimmten Haus aus dem Zauberinternat zugehörig.

Wie man Instagram über das Internet benutzt:

Der Firefox-Browser hat eine Funktion namens Bildschirmgrößen testen. Klickt man sich dort rein, simuliert der Browser ein Handy oder Tablet – je nachdem, was man anklickt. Damit kann man Bilder vom Computer nach Instagram laden. Vermutlich kann ich darüber aber keine niedlichen kleinen Icons in meine Profil laden. Ich bin mir auch noch nicht schlüssig, ob ich das möchte.

Harry Potter als Start in das Leserleben:

Zumindest bei Instagram sind viele Bookstagrammer unterwegs, die Harry Potter Bezüge in der Profilbeschreibung haben. Auch das Design der Einzelfotos nimmt immer wieder Bezug auf Harry Potter. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Das ist ein beliebter Harry Potter Style auf Instgram. Wenn dies im Zusammenhang mit einem BuchleserInnen-Profil passiert, neige ich zu der Idee, dass die Harry Potter Bücher wohl zum Lesen allgemein anregen oder angeregt haben.

Ich beispielweise habe viel Fantasy und SF gelesen, bevor Harry Potter überhaupt als Idee im Kopf der Autorin entstanden ist. Als Kind habe ich viel Burg Schreckenstein gelesen. Ansonsten eher Romances aus dem Erwachsenenbereich. Als Harry Potter dann auf dem Markt erschienen ist, konnte mich diese Reihe allerdings nicht mitnehmen. Da zündete bei mir gar nichts.

Hemmschwelle Harry Potter:

Gerate ich beim Wandern durch Instagram zu einem Bookstagram-Profil mit Harry Potter Bezügen, schaue ich mir das durchaus interessiert an und gehe dann wieder. Obwohl ich selbst früher viel Fantasy gelesen habe und dieses Genre immer noch mag, sehe ich keine Berührungspunkte – außer das Interesse für Bücher und das Lesen. Diese Profile wirken so verträumt. Und meine Bücher sind es halt nicht. Meine MMM-Romane wie beispielsweise Die Popstars und ihr Anwalt sind voller Erotik, meine Romanfiguren sexy, muskulös und zupackend. Gehe ich auf ein Buchblogger-Profil, möchte ich im Idealfall natürlich eine gewisse Interessens-Schnittmenge sehen. Die Like-Freundschaft sollte für mich auf Gegenseitigkeit beruhen. Wer sich aussschließlich für Harry Potter und verwandte Genrebücher interessiert, der mag mit großer Wahrscheinlichkeit meine gay Romane nicht. Okay, vielleicht gibt es auch entsprechende Fanfiction mit schwulen Liebesgeschichten rund um die Harry Potter Figuren oder in dieser Welt spielend. Aber der Weg zu meinen Büchern und meinen Interessen wäre immer noch ein weiter.

Freilich bin ich auch schon auf die Idee gekommen, es könnte sich um eine Alterssache handeln – also ich um Jahre zu weit fortgeschritten (hust). Aber ich bin ja nicht alt im Kopf, lediglich reich an Jahren. Eine Autorin ist immer nur so alt wie die jeweilige Romanfigur, in die sich sich hineindenkt. Das hat natürlich auch Einfluss auf das private Denken.

Jedenfalls ist es schön, dass Bücher wie Harry Potter die Fantasie beflügeln und zum Lesen anregen. Ich suche dann mal weiter nach anderen Bookstagrammern, die sich für Bücher interessieren, die mehr in das Genre gehen, in dem ich schreibe.

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