Ein weiblicher Sim bei Boxtraining
Rezensionen

Das Trostpflaster oder …

… der vergiftete Dank

Autoren, die öffentlich auf Rezensionen reagieren

Als ich noch einer unerfahrene Schriftstellerin war, habe ich das gelegentlich getan – meistens sachlich, manchmal emotional. Mit der Zeit bin ich klüger geworden. Klar gehen Rezensionen nicht spurlos an mir vorüber. Autorinnen und Autoren, die etwas anderes behaupten, haben wohl Eiswasser in den Adern oder haben eine Supercoolness erreicht, die mir dann einfach nicht gegeben ist.

Meine Medizin gegen ein geknicktes Ego aufgrund einer miesen Rezension

Ein guter Martini oder zwei spülen den bitteren Geschmack weg. Noch ein Gespräch mit lieben Menschen in meinem Privatleben und es geht wieder. Außerdem sind die Amazon-Algorithmen auf meiner Seite. Auch eine schlechte Rezension verschafft dem Buch Aufmerksamkeit. Das tröstet.

Mein Ratgeber kurze Rezensionen schreiben

Das letzte Mal, als ich mich öffentlich über Rezensionen im Allgemeinen geäußert habe, war, als ich diesen Ratgeber veröffentlicht habe:

Cover des Ratgebers "Drei Sätze für den Autor"
Cover des Ratgebers „Drei Sätze für den Autor

Drei Sätze für den Autor – Schreib die verdammte Rezension!

Ich habe ihn verfasst, weil ich oft in der Timeline meiner sozialen Medien las, dass viele Leser ja gerne eine Rezension schreiben wollten, aber nicht wissen würden, was sie schreiben sollen. Tatsächlich habe ich mich vor Jahren selbst herausgefordert, Rezensionen in drei Sätzen zu verfassen. Meine Erfahrungen, die ich dabei sammelte, fanden den Weg in diesen kleinen Ratgeber.

Ich bin Autorin und alle Autoren hoffen auf gute und positive Rezensionen. Manchmal erntet man natürlich auch weniger erfreuliche. Wahrscheinlich müsste ich noch einen Folgebüchlein schreiben mit dem Titel:

Kein Satz für den Autor – Lass das verdammte Trostpflaster weg!

Oder: Nachtreten für Fortgeschrittene

In einer äußerst kritischen Rezension zu einem meiner Romane, bedankte sich jemand auf Amazon am Ende dafür, dass ich mir so viel Zeit genommen hätte, das Buch zu schreiben.

Vielen Dank für das Nachtreten!

Das ist Giftigkeit der Extraklasse à la Lisa Eckhart unter dem Deckmäntelchen der Freundlichkeit.

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