Dschinn Samson und sein Blut-Rubin
Book Teaser,  Magische Wesen inkognito

Buchillustration: Dschinn Samson und sein Blut-Rubin

Der Rubin mit dem eigenen Wachmann:

Liz wundert sich, dass der Blut-Rubin einen eigenen Wachmann hat. Der erzählt ihr eine reichlich unglaubwürdige Geschichte.

Dschinn Samson und sein Blut-Rubin
Dschinn Samson und sein Blut-Rubin

Werbegrafik für das Buch Des Zwergenkönigs verzweifelte Entscheidung von Norma Banzi.

Textschnipsel:

Sarel zog es vor, Samson zu ignorieren, bis Liz in den Raum schlenderte, in dem Samons Blutstein ausgestellt wurde, einer der größten Rubine, der jemals gefunden worden war. Ein Mann im Smoking saß neben der Glasvitrine, in der der Edelstein ruhte.
„Dieser Stein hat ja einen eigenen Wachmann“, sagte Liz und lächelte dabei belustigt.
„Das ist kein Wachmann, das ist Samson, der an den Rubin gebundene Dschinn“, erklärte Sarel ihr. Er ließ es wie einen Witz klingen und Liz musste hell auflachen. „Du hast eine blühende Fantasie, Sarel. Was ist ein Dschinn? So jemand, der in einem Nebelschwaden aus einer Flasche wabert, wenn man an ihr reibt?“ Liz kicherte.
„Nur die wenigsten Dschinns sind an Flaschen gebunden, Miss“, antwortete Samson augenzwinkernd. „Wir sind Naturgeister und siedeln meistens in Wüsten oder Steppen. Der Legende nach ist an diesen Edelstein ein Dschinn namens Samson gebunden. Wer ihn besitzt, dem muss dieser Dämon alle sexuellen Wünsche erfüllen.“
„Der arme Dämon.“
Sarel mischte sich ein. „Na so schlimm ist es für Samson nicht, nehme ich an. Dschinns sind ätherische Wesen und bilden nur einen festen Körper, wenn sie sich unter die Menschen mischen wollen.“
„Erfindest du das aus dem Stegreif oder hast du vorher geübt?“ Liz gluckste.
Sarel zwinkerte ihr zu. „Steht im Programmheft.“
„Wem gehört dieser Stein denn jetzt?“
„Mir selbst. Ich bin schon lange kein Sklave mehr.“
Sarel spürte, wie Samson begann, seinen erotischen Zauber bei Liz zu wirken.
‚Finger weg!’
‚Sie ist süß, zum Anbeißen.’
‚Danke, ich knabbere alleine an ihr.’
„Komm Liz! Es gibt noch viel zu sehen.“
Liz lächelte Samson noch einmal freundlich zu und ließ sich von Sarel fortführen.
‚Ein anderes Mal, in hundert Jahren vielleicht?’, pulste Samson hinter ihm her. Sarel zog es vor, nicht darauf zu antworten.

Klappentext:

Hass empfindet der New Yorker Zwergenkönig Sarel für die Deutschen. Verlor er doch mehrere Angehörige in den Wirren des zweiten Weltkriegs. Auch so viele Jahrzehnte nach Kriegsende bevorzugt er die Gesellschaft von Seinesgleichen, weil er den Menschen zutiefst misstraut. Bis er die junge Studentin Liz trifft und das Schicksal sie zu seiner Gefährtin auserkoren hat – ausgerechnet eine Menschenfrau mit deutschen Wurzeln. Wird er seiner Bestimmung trotzen und für immer einsam bleiben oder findet Liz einen Weg in sein Herz?

Hinweise: Dieses Buch greift bestimmte Aspekte der Nazizeit auf. Außerdem enthält es Spuren von homosexuellen Handlungen und polyamoren Verwicklungen.

Weiteres Material zum Buch:

Lesungsvideo Kapitel 1
Video: Figurendatenbogen von Zwergenkönig Sarel
Illustration: Das Todeslager
Illustration: Das erbeutete Klavier
Illustration: Das Sommerfest des Zwergenkönigs
Illustration: Samsons Blut-Rubin
Illustration: Juwelenausstellung mit Hindernissen
Illustration: Flirt im Fahrstuhl
Entstehungsgeschichte von Flirt im Fahrstuhl

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